Die förderfähige serielle Sanierung bietet eine Reihe von Vorteilen. Digitale Aufmaß- und Planungsverfahren ermöglichen die komplette Vorfertigung der thermischen Gebäudehülle im Werk.
Vorher
Nachher
Als fertige Module mit integriertem Wärmeschutz, Fenstern, Wohnraumlüftungen und Haustechnikelementen werden die Fassaden- und Dachelemente bei dieser Form der Gebäudesanierung in „Serie“ produziert und passgenau zur Endmontage auf die Baustelle geliefert. Auf der Baustelle wird die neue energieeffiziente Hülle in kürzester Zeit um das bestehende Gebäude gelegt.
Wohnungsunternehmen, Baugesellschaften oder private Hauseigentümer können für die serielle Sanierung staatliche Fördermaßnahmen beantragen. Nach der Umsetzung der seriellen Sanierung profitieren Eigentümer von einer wärmegedämmten Gebäudehülle, die einem Neubauvorhaben entspricht. Ein weiterer Pluspunkt ist ein modernes und zeitgemäßes Erscheinungsbild der Gebäude.
Kurze Bauzeiten
Durch einen hohen Vorfertigungsgrad im Werk und kurze Montagezeiten auf der Baustelle ermöglicht die serielle Sanierung extrem kurze Bauzeiten. In der Regel können die Bewohner während der Baumaßnahmen weiter im Gebäude wohnen. Erst wenn die neuen Fassadenelemente inklusive Fenster montiert sind, werden die alten Fenster in den Wohneinheiten ausgebaut.
Bessere Bauphysik
Bei der Komplettlösung der seriellen Sanierung werden die neuen Fenster in die Dämmebene integriert. Im Gegensatz zur herkömmlichen Sanierung mit einem Wärmeverbundsystem wird so die sogenannte „Schießschartenoptik“ mit tief liegenden Fenstern vermieden.
Klimaziele
Die serielle Sanierung kann durch Einsparungen von CO2-Emissionen im Gebäudebetrieb einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, denn der Gebäudebestand in Deutschland ist für knapp ein Drittel der CO₂-Emissionen verantwortlich.¹ Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes ist daher für die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung elementar. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur müssen bis 2045 drei Viertel der 22 Millionen Gebäude energetisch saniert werden.
¹ Deutsche Energie-Agentur (dena) (Hrsg.) (2026): Auf einen Blick – Serielle Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip. [Quelle aufrufen]
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