Zukunft wird in Holz gebaut
Immer mehr öffentliche und private Träger setzen heute auf Holz als Baustoff für Kindertagesstätten. Kurze Bauzeiten und eine hohe Flexibilität in der Gestaltung sprechen neben den Wohlfühlfaktoren des Naturmaterials für den modernen Holzbau beim Bau von Kitas, Krippen und Kindergärten.
Wenn kleine Kinder spielen und die Welt entdecken, tun sie dies mit allen Sinnen. Sie erforschen ihre Umwelt, indem sie fühlen, hören, sehen, riechen und schmecken. Mittlerweile ist bekannt, dass eine natürliche Lernumgebung mit einem ausgeglichenen Raumklima die Entwicklung von Kindern fördert. Der Einsatz von Holz beim Bau von Krippen, Kindergärten oder Kindertagesstätten bietet daher viele Vorteile und wird immer beliebter.
Der Holzbau leistet beim Bau von Kindertagesstätten zudem einen Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen und unterstützt damit die Klimaschutzziele der Kommunen. Die Verwendung von Holz schont endliche Ressourcen, ersetzt klimakritische Baustoffe und kann Treibhausgasemmissionen verringern. Bäume nehmen während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre auf und speichern den klimaschädigenden Kohlenstoffanteil im Holz. Da der Kohlenstoff in Holzprodukten über lange Zeiträume gebunden bleibt, wächst mit jedem Gebäude aus Holz quasi der Kohlenstoffspeicher des Waldes weiter.²³
In den vergangenen Jahren hat Holzbau Kühlborn sowohl schlüsselfertige Neu- als auch Erweiterungsbauten von Kindertagesstätten in Holzbauweise realisiert. Dabei konnten wirtschaftliche, energetische und ökologische Perspektiven vereint werden, zum Beispiel in unserer hessischen Heimat Spangenberg, in Eschwege und Niedenstein oder im nordrhein-westfälischen Lippstadt. Da Kinder weitaus sensibler auf die Qualität der Innenluft reagieren, wurden wie bei allen Gebäuden von Holzbau Kühlborn neben dem Baustoff Holz weitere hochwertige Holzwerkstoffe und Dämmstoffe eingesetzt. Der diffusionsoffene und folienfreie Wandaufbau der Holzrahmenbauweise unterstützt mit einer Zellulosedämmung die Regulierung der Luftfeuchtigkeit und wirkt sich positiv auf das Innenraumklima aus. Darüber hinaus verfügt der Wandaufbau der Holzrahmenbauweise über sehr gute Dämmeigenschaften und trägt somit zur Energieeinsparung der Gebäude bei. Kindertagesstätten in Holzbauweise bieten daher einen sehr guten Wärmeschutz und Schallschutz. Die schallabsorbierenden Eigenschaften des Holzes tragen zu einer angenehmen Akustik und ruhigeren Atmosphäre bei, was im geräuschvollen Kita-Alltag zur Stressreduktion beiträgt. Die Kinder, die sich teilweise über acht Stunden in den Räumen aufhalten, sollen hier spielen, lernen und sich rundum wohlfühlen. Durchdachte Grundrisse und sorgfältig ausgewählte Materialien schaffen dafür gute Voraussetzungen. Zugleich erhält der nachwachsende Baustoff Holz eine langfristige Aufgabe und bewahrt den in ihm gespeicherten Kohlenstoff über seine stoffliche Nutzungsdauer. So entstehen Räume für den Nachwuchs, die weit über den ersten Kita-Tag hinaus gedacht sind.
Quellen:
¹ Technische Universität München (2017): HOMERA – Gesundheitliche Interaktion von Holz – Mensch – Raum. Studien-Abschlussbericht.
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² Mishra, A. et al. (2022): Transition to timber cities can help to reduce carbon emissions without increasing competition for land. Nature Communications.
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³ Hafner, A.; Rüter, S. (2021): Verwendung von Holz in Gebäuden als Beitrag zum Klimaschutz. In: Sahling, U. (Hrsg.): Klimaschutz und Energiewende in Deutschland. Springer-Verlag.
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